Es gibt viele Menschen, die geradezu süchtig danach sind, andere zu kritisieren und auf deren Schwächen herumzureiten. Und das meistens ohne diese Person und die Zusammenhänge wirklich zu kennen. Oder eben auch nur einseitig informiert zu sein. Als ich jung war, habe ich mich auch zu solchen Dingen hinreißen lassen. Seit ich aber selbst die Erfahrungen gemacht habe, wie es ist, ungerecht behandelt zu werden, habe ich meine Haltung geändert. Zum einen stehe ich zu meinen Fehlern und nehme für mich ganz und gar nicht in Anspruch alles richtig zu machen und zum anderen versuche ich die Motive für das Handeln anderer zu verstehen. Versuche herauszufinden, wie es zu einem Fehltritt o.ä. kam. Meist gibt es unterschiedliche Sichtweisen auf die Dinge. Das zu verstehen, ist ein Lernprozess. Wenn dieser erfolgreich verläuft, befreit es enorm.

Ähnliches beobachte ich auch, wenn es darum geht, Fehler einzugestehen. Heutzutage ist es fast schon normal, die Schuld und Verantwortung von sich zu schieben. Bei genauerem Betrachten, könnte es doch sein, dass man selbst zu Missständen, Fehlern beigetragen hat. Ich kenne Perfektionismus bei Menschen nicht. Irren ist menschlich. Fehler passieren. Ich habe in meinem Leben rückblickend einige gemacht. Wichtig ist dabei, den gleichen Fehler nicht zu wiederholen.  Und das geht natürlich nur, wenn man zu den Schwächen, Fehlern steht!

„Ach, Mensch! Du verkopftes Wesen. Nutze Dein Hirn, um für Dich und andere Gutes zu tun.“ Wenn es denn nur so einfach wäre.